Dagobert

“Ich habe meine Jugend eigentlich komplett verpennt, da war echt nichts los. Da war ich auch nicht gut drauf. Die ersten zwanzig Jahre meines Lebens war ich mehr oder weniger depressiv. Und mit 19 war dann die Schule vorbei und ich hatte nichts mehr zu tun. Ich habe mich dann dazu entschieden, Penner zu werden.”

“Wind of Change hat mein Leben verändert.”

Schlager mal anders. Ab Minute 19 bin ich verliebt. In ihn nur ein bisschen, in sie noch ein bisschen mehr, vor allem aber in die Chemie im Raum.

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Alles shiny!

Ich habe mich in diesem Blog bereits einmal über Joss Whedon geäußert und naja, es war nicht gerade eine Liebeserklärung. Aber man soll schließlich jedem Menschen eine zweite Chance geben, weswegen ich jetzt tatsächlich einmal Firefly durchgesehen habe.

Der Hintergrund ist simpel: Zum einen bin ich eher ein SciFi-Fanboy und habe es nicht so sehr mit diesem ganzen Horror-Fantasy-Kram, weswegen Buffy mich nicht wirklich interessiert; und zum anderen sind 14 Folgen plus Kinofilm doch deutlich überschaubarer als 144 Folgen Buffy plus 110 Folgen Angel.

Firefly also. Diese Serie, die von einigen Leuten scheinbar geradezu vergöttert wird, obwohl sie mitten in der ersten Staffel abgesetzt wurde. Oder vielleicht auch gerade deswegen. Egal, auf jeden Fall führt diese ganze Verehrung dazu, dass die Messlatte schon ziemlich hoch angesetzt wird. Und auch wenn Firefly die Latte nicht reißt – sie wackelt doch ganz schön und wurde eher mit Ach und Krach überwunden als locker-souverän.

Denn obwohl Firefly originell und unterhaltsam ist, gibt es auch hier wieder Nachlässigkeiten und Schwächen, die ich einfach nicht mit dieser unterwürfigen Verehrung von Joss Whedon in popkulturell interessierten Kreisen in Einklang bringen kann. Es ist weder künstlerisch wertvoll, noch extrem spannend oder unkonventionell erzählt oder sehr viel besser durchdacht als andere Serien. Es ist einfach solide Unterhaltung, die vielleicht etwas ganz Besonderes hätte werden können, wenn die Serie nicht einfach mitten in einer Staffel abgesetzt worden wäre, aber die beste SciFi-Serie aller Zeiten? Na, mir fallen mindestens zwei Serien ein, die durchdachter und spannender waren (Battlestar Galactica und Babylon 5) und eine, die zwar ebenfalls viele Mängel besitzt, aber dennoch in der Gesamtschau immer noch die Nase vorn hat (Star Trek: TNG). Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass alle vier Serien zur Hälfte der ersten Staffel abgesetzt worden wären, Firefly immer noch auf dem dritten Platz wäre, wenn auch nur knapp hinter Babylon 5. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass die ersten beiden Staffeln von Star Trek: TNG gegen beinahe jede Serie das Nachsehen hätten…

Woran liegt jetzt also mein harsches Urteil? Dazu sei zuallererst angemerkt, dass es gar kein so harsches Urteil sein soll – ich fühle mich angenehm unterhalten und würde Firefly immer noch als eine der besseren Fernsehserien einschätzen. Aber eine der besten Serien überhaupt? Wohl kaum!

Die Gründe dafür sind manigfaltig, aber ich schätze, dass die stiefmütterliche Behandlung der Backstory mich am meisten enttäuscht hat. Ach, was sag ich der Backstory – aller Backstorys, die in der Serien angelegt waren! Nicht nur, dass Rivers Verfolgung durch die Allianz nur in anderthalb Folgen richtig gewürdigt wurde und wir nach einer halben Staffel zwar glauben sollen, dass die Allianz alles tun würde, um River wieder zu bekommen, dies aber in der Serie irgendwie nicht zu bemerken ist; nein, auch die ganzen Liebesbeziehungen werden erst viel zu prominent eingeführt, um sie dann so lange auf Sparflamme zu köcheln, bis man als Zuschauer nur noch genervt davon ist. Ganz abgesehen davon, dass mir beim einen Pärchen die Chemie fehlt (Mal und Inara) und ich beim anderen nicht glauben will, dass Kaylee nicht ein ganz klein wenig impulsiver in ihren Beziehungen sein sollte und den Doc zu seinem Glück zwingen würde. Alleine die Backstory vom Shepherd ist meiner Meinung nach richtig dosiert in die Geschichte eingebaut worden – aber da ich diese Figur für nervig und unnötig erachte, bringt mir das persönlich leider nicht viel.

Überhaupt habe ich mit den Charakteren so meine Probleme. So ist mir z.B. Inara viel zu plump und aufmerksamkeitsheischend angelegt: Eine staatliche Prostituierte, die auch Frauen als Kunden hat! Wow, ein Nerd-Traum wird wahr. Aber wie das ganze der Story helfen soll, ist mir ein Rätsel – Inaras Rolle als Gegepol und Liebesobjekt von Mal hätte auch durch eine Schmugglerin oder eine Kopfgeldjägerin oder sonst wer gefüllt werden können, die aufgrund widriger Umstände dazu gezwungen ist, auf der Serenity zu reisen, aber prinzipiell ihr eigenes Ding macht. Die einzige Erklärung, die ich gelten lassen würde, warum dies nicht so umgesetzt worden ist, wäre allenfalls, dass damit zu viele Parallelen zu River und dem Doc entstanden wären. Wobei der Doc selber mir auch irgendwie zu blutleer erscheint. Klar, er soll sich absetzen von den anderen Figuren, aber ich würde es mir wünschen, dass er wenigstens ein wenig interessanter gemacht worden wäre. Aber mit seiner Fixierung auf seine Schwester und den obligatorischen Gag auf seine Kosten, weil er Kaylee verärgert, ist zu eindimensional geraten. Und schließlich und schlussendlich gibt es noch Jayne, bei dem nicht nur so viel Potenzial verschenkt wurde, sondern der dadurch auch noch absolut unglaubwürdig wird. Wenn es schon jemanden auf dem Schiff gibt, der potenziell ein Verräter und Söldner ist, dann sollte er auch deutlich ambivalenter sein und den anderen Besatzungsmitgliedern Angst machen. Wenn diese aber nur ein paar Witzeleien über ihn machen und es klaglos hinnehmen, dass er bereit ist, jeden von ihnen für das richtige Angebot zu verkaufen, dann wirkt das mehr als seltsam. Ich hätte es mir gewünscht, dass Jayne entweder eher der Einzelgänger ist, dem die anderen immer misstrauen müssen, aber einbeziehen, weil sie auf ihn angewiesen sind; oder aber, dass Jayne zwar damit kokettiert, dass er ein Söldner ist, aber unmissverständlich klar gemacht wird, dass er sich Mal aus ungeklärten Gründen (Backstory!) unterordnet und ihn und die Crew deswegen nicht verraten würde. Aber ein Crewmitglied, das definitiv alle verraten und dadurch in Gefahr gebracht hat, aber dem weiterhin das volle Vertrauen entgegengebracht wird, ist mehr als unwirklich.

Auch die Antagonisten sind leider zu eindimensional geraten. Joss Whedon selbst hat über den Pilot-Folge gesagt: “Bad guys wear hats, good guys don’t.” Bezogen auf die ganze Serie könnte man es auch paraphrasieren als: “Bad guys fight Serenity-Crew, good guys don’t.” Nahezu alle Bösewichte in der Serie sind einfach nur böse, weil sie eben böse sind. Warum sie böse sind? Ein Schulterzucken ist die Antwort. Da es sich ohnehin nur um das Monster of the Week handelt, kann diese Frage getrost ignoriert werden. Und die wirklich interessanten Gegner, die Reaver, werden nur ganz am Anfang gestreift – schade, da wäre mehr drin gewesen. Auch gibt es keine Handlungen, wo der Crew der Serenity ein Gegner gegenüber steht, der vielleicht auch aus hehren Motiven handelt oder prinzipiell nachvollziehbare oder unterstützenswerte Ziele hat. Wenn man schon eine Serie über Outlaws in einer feindlichen Umgebung macht, dann könnte man ruhig auch einmal darauf eingehen, dass es in einer solchen Umgebung schwierig ist, moralisch integer zu sein. Die Helden müssen ja nicht gleich kleine Kinder erschießen, aber ein Kampf um knappe Ressourcen könnte ruhig drin sein. Zumal auch hier wieder Joss Whedon ins Spiel kommt, der selber sagt, dass die Allianz kein Unrechtsregime darstellt und Allianz-Bürger sich nicht unterdrückt fühlen. Wenn man das liest, möchte man nur einmal mehr über den schluderigen Umgang mit der Backstory den Kopf schütteln: Eine Allianz, die River jagt, weil River das notwendige Opfer für ein höheres Gut ist, ist auf jeden Fall der vielschichtigere Gegner als eine Allianz, die River jagt, weil sie halt einfach immer der böse Gegner ist.

Dennoch möchte dann an dieser Stelle nicht versäumen, darauf hinzuweisen, dass immerhin im Film angedeutet wird, dass die Allianz vielleicht durchaus gute Absichten hat. Und zwei absolute Pluspunkte sind die wirklich guten Dialoge sowie der weitestgehende Verzicht auf haarsträubende Logikfehler in der Handlung (nur eine Stelle war wirklich grenzwertig – bei Star Trek: TNG war hingegen eigentlich jede Folge ein Verstoß gegen die innere Logik des Trek-Universums) sowie Dei ex machina (nur im Film gab es diesen seltsamen Mr. Universe, der weder Sinn noch Ursprung hatte). Für SciFi ist das mehr, als man erwarten kann. Und ich bin auch durchaus in der Lage anzuerkennen, dass erst die Vorarbeit von Firefly einem Meilenstein wie Battlestar Galactica überhaupt möglich gemacht hat.

In diesem Sinne möchte ich also abschließend festhalten: Joss Whedon hat seine zweite Chance zwar genutzt, aber warum er der Jesus Christus unter den kreativen Köpfen der Fernshebranche sein soll, ist mir weiterhin ein Rätsel!

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Das eigentliche Problem der deutschen Comedy

Ich habe gestern zufälligerweise die heute-show gesehen, die ich bisher weitestgehend gemieden habe, da ich schon die Daily Show für gehypt und Jon Stewart für mehr als überbewertet halte. Warum also die deutsche Kopie (die ja auch nur schlappe wie viele Jahre gebraucht hat, um umgesetzt zu werden? Acht?) angucken? Die Erkenntnis nach einer knappen halben Stunde mit dem angeblichen Feigenblatt für gute deutsche Comedy: Naja, ging so. Einige Ideen waren ganz okay, aber prinzipiell habe ich wieder nur die ganze Zeit dagesessen und mich gefragt, warum deutsche Comedy es scheinbar nicht hinkriegt, gute Pointen zu machen.

Denn ich glaube nicht daran, dass Deutsche per se humorlos sind. Die, die das kolportieren, sind die gleichen Deutschen, die komplette Scrubs-Folgen auswendig aufsagen können, die Simpsons früher, als sie noch gut waren, mochten und devot Monty Python folgen. Es sind die selben Leute, die Modern Family und The Big Bang Theory im Original gucken, damit sie nicht warten müssen, bis endlich die auf deutsch synchronisierte Folge im deutschen Fernsehen läuft. Und wenn ich mich in meinem Freundeskreis so umgucke, dann sind das eine Menge Leute. Deutsche haben also sehr wohl einen ausgeprägten Sinn für Humor, der von simplen Fäkalhumor über Schadenfreude bis zu hintersinniger Satire reicht. An der uns allgemein zugesprochenen Humorlosigkeit (die wohl auch eher aus unserer Vergangenheit als Militärstaat und unserer No-Nonsense-Attitüde im Geschäftsleben rührt) kann es also nicht liegen, dass deutsche Comedy für mich oft belanglos bis peinlich ist.

Dabei gab und gibt es auch durchaus gute Comedy im deutschen Fernsehen. Klaas und Joko finde ich persönlich ganz gut und auch einige Adaptionen von Formaten aus dem Ausland (Pastewka, Stromberg, Switch, Mein neuer Freund, Old ass bastards) sind meiner Meinung nach gut gelungen – auch wenn Switch in letzter Zeit darunter leidet, dass Scripted Reality schon per se Realsatire darstellt und darum schlecht überzeichnet werden kann. Dazu kommen dann noch einige Leute, auf die man sich eigentlich immer verlassen kann, wie Olli Dittrich, Bastian Pastewka, Anke Engelke, Christian Ulmen und die beiden meiner Meinung nach unterschätzten Atze Schröder und Tom Gerhardt, deren Sachen normalerweise originell und gut geschrieben sind. Wenn man etwas weiter zurück geht, fallen mir noch mehr Beispiele für originelle und gute deutsche Comedy ein: Nikola, RTL Samstag Nacht, Freitag Nacht News, die Wochenshow in der Besetzung Lück/Engelke/Pastewka/Rima, Ritas Welt, Schillerstraße…

Bevor jetzt kommt, “X war/ist aber gar nicht lustig, deutsche Comedy ist immer scheiße, warum sind wir keine Engländer, wääh”, möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es ja auch nicht darum geht, dass alles super-witzig ist (das ist schließlich Geschmackssache), sondern ob es originell und gut umgesetzt ist. Und da kommt dann die beiden eigentlichen Problem der deutschen Comedy zutage, wie man es exemplarisch an der heute-show erkennen kann.

1. Schlechte Schauspieler

Gute Comedians zeichnen sich vor allem durch zwei Eigenschaften aus: Timing und das Ernstnehmen ihrer Charaktere. So ist zum Beispiel Dittsche ein Loser, aber er kämpft um seine Würde. Und Würde ist wichtig – wenn die Würde der Figur nicht gewahrt wird, ist es nicht mehr lustig, sondern nur noch traurig. Oder sogar belanglos, wenn der Schauspieler nicht einmal dazu in der Lage ist, die Figur plastisch darstellen zu können.

Und leider Gottes ist das in der durchschnittlichen deutschen Comedy-Sendung die Regel, denn offensichtlich denkt man in deutschen Fernsehredaktionen, dass man talentierte Schauspieler nicht mit Humor abspeisen darf. Nein, da darf sich dann auch einmal die Schlagersängerin versuchen. Ist ja nur Comedy. Kein Wunder, dass nichts dabei raus kommen kann, wenn man das Feld irgendwelchen B-Promis überlässt!

Ein entsprechendes Beispiel lieferte also gestern auch die heute-show. Es geht darum, dass Stefan Raab das Kanzlerduell moderieren wird. Auftritt Gernot Hassknecht, der es nicht schafft, die ihm angedachte Rolle des Wutbürgers auszuspielen. Im Grunde beschränkt er sich darauf, wutschnaubend zu wiederholen, was ihm sein Gegenüber Ulrich von Heesen an den Kopf wirft – dabei aber immer brav wartend, bis der ausgesprochen hat, damit die Aufregung noch künstlicher wirkt als sie es sowieso schon tut. Die gruseligen Dialoge führen dann auch gleich über zum nächsten Problem…

2. Schlechte Bücher

Dietrich Hollinderbäumer, der Darsteller von Ulrich von Heesen, ist nämlich keineswegs talentfrei, wie er als Vater von Bastian Pastewka in Pastewka beweist. Aber wenn die Dialoge sich auf In-Jokes und naheliegende Witzchen beschränken, statt etwas aus dem Thema zu machen, dann nützt auch Talent nicht mehr. Der ganze Dialog beschränkte sich darauf, die Frage auf einen reinen Generationenkonflikt herunter zu brechen (mit dem zusätzlichen Twist, dass ausgerechnet Ulrich von Heesen für die Jugend sprach), um abschließend ein paar Namen runter zu rattern, die noch ungeeigneter wären als Stefan Raab. Das eigentliche Potenzial im Thema wurde nur nebenbei gestreift: Die gleichen Personen, die 2002 ein Kanzlerduell als Untergang des Abendlandes geschmäht haben, verteidigen jetzt plötzlich dieses Hochamt der politischen Berichterstattung vor der Vereinnahmung durch Stefan Raab – nur, um dabei auszublenden, dass es wohl kaum ein für unser politisches System irrelevanteres Format als das Kanzlerduell gibt, da der deutsche Bundeskanzler letztendlich von noch nicht einmal 0,001% der deutschen Bevölkerung gewählt wird: den Abgeordneten des deutschen Bundestags.

Aber anstatt Hassknecht als empörten Bildungsbürger einen klagenden Monolog halten zu lassen, in dem er aufzeigt, wie das Kanzlerduell in direkter Linie dem Geiste Goethe und Schillers entsprungen ist und dieser Metzgergeselle das benötigte Format, dass es für epische Schlagabtausche wie den zwischen Merkel und Steinmeier 2009 (wir alle erinnern uns noch gut daran) bedarf, vermissen lässt, um dann irgendwelche Anforderungen an einen Moderatoren zu stellen, die zwangsläufig einige Kandidaten von der erwähnten Aufzählung zulassen würde (und das alles natürlich mit der Inbrunst der Überzeugung und absolut ernst vorgetragen), gibt es gebrüllte Sätze wie “Hat er [also von Heesen, der Verf.] mich gerade alt genannt???”. Wow, das ist wirklich intelligent, subtil und durchdacht!

Warum scheitern deutsche Drehbücher so häufig daran, hintergründigen Humor zu verkaufen anstatt billiger und offensichtlicher Pointen? Sind es die Verantwortlichen in den Produktionsstudios, die Angst davor haben, intelligenten Humor nicht verkaufen zu können an ein Fernsehen, das nur auf Quote schaut, und darum ihre Drehbuchschreiber bevormunden? Oder sind deutsche Drehbuchschreiber nicht kreativ? Ich befürchte ersteres, da es ja immer wieder gute Comedy gibt (und auch gute Autoren wie Laabs Kowalski), die dann allerdings meistens irgendwo versendet wird, anstatt sie zu entwickeln.

Was kann man jetzt als Lehre daraus mitnehmen? Nicht viel, höchstens, dass gute deutsche Drehbuchschreiber sich weigern sollten, platte Witzchen für schlechte Schauspieler zu schreiben. Aber wozu; damit dann schlechtere Drehbuchautoren ihren Job übernehmen? Vielleicht müssen wir uns auch einfach damit abfinden, dass gute Comedy in Deutschland immer nur ein Nischenprodukt sein wird – genauso wie gute Dokumentationen und Reportagen, gute Talkshows und gute Fernsehfilme.

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Deutsch lernen mit den Prinzen

In Amerika:

In Polen:

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Schleudertrauma

Wenn cipha nicht so einen Hass auf die Moderne hätte, hier wäre überhaupt nichts mehr los, und die einzigen, die sich noch beschwüren, wären die paar verstreuten Leser, die hin und wieder fragen, warum da nichts mehr kommt. Die Wahrheit ist: Wir sind jetzt alle erwachsene Menschen mit Erwachsenenproblemen. Die Schreiber haben Job und Familie, Karriere und Prestige. Ich zum Beispiel bin jetzt 32 und schreibe demnächst meine Bachelorarbeit. Ich hätte den ultimativen Artikel zur #aufschrei-Debatte schreiben können, nach dem alle Kampfhandlungen eskaliert wären, richtig geil wäre das geworden, aber: kein Bock! Der postpubertäre Drang nach Abgrenzung durch Aggression weicht der Altersmilde, man geht nachlässig mit den ganzen Spastis undf dsfmONgosdsff ahahahsfkjhdgkldff DIESE SCHEISS WASCHMASCHINE SCHON WIEDER!

IHr erinnert euch? Vor knapp drei Jahren brauchte ich einen ganzen Tag, um eine Waschmaschine anzuschließen und am Ende kamen wir nicht einmal ins Autokino, weil eben das Auto, das in seiner kurzen Zeit ohnehin viel zu viel mitmachen musste, zugeparkt war usw. natürlich erinnert ihr euch, es ist ein Klassiker. Und wie es mit Klassikern so ist, sie werden bis zum Erbrechen wiederholt, und so holte mich auch das Waschmaschinendrama wieder ein.

Weiter geht’s im Craplog, wo es hingehört.

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