Kniffeldialog

“Hab gestern Millenium gesehen.” – “Da kommt doch jetzt dieser Kinofilm.” – “Ja, das Mädchen mit dem Drachentattoo, David Fincher.” “Nein, Verblendung oder sowas.” – “Ja, der Film basiert auf Verblendung von Stieg Larsson. Das ist ja eine Trilogie. Verblendung, Verdammnis und Verirgendwas.” – “Und warum sagst Du dann Millenium?” – “Das ist halt der Übertitel. Und da habe ich jetzt die TV-Produktion gesehen aus Schweden. Die hat aber sechs Teile. Zwei pro Teil. Also zwei für jeden der drei Teile. Und da habe ich jetzt die ersten beiden Teile gesehen. Verirgendwas und Verdammnis, und Vergebung fehlt mir noch. Also vier Teile habe ich gesehen.” – “Und das kommt jetzt ins Kino?” – “Ja, aber erst einmal nur der erste Teil. Also das, was hier als Zweiteiler lief.” – “Aber der Kinofilm lief doch gerade im Fernsehen!?” – “Das war der schwedische Kinofilm. Jetzt wird es kompliziert: Was ich gesehen habe, war die TV-Aufnahme vom letzten Jahr. Als Sechsteiler. Die ersten beiden Teile, also die zusammen Verblendung ergeben, gibt es auch als Zusammenschnitt. Und dieser lief auch im Kino. Der hat aber nichts mit Fincher zu tun. Und DIESE Version lief diese Woche im Fernsehen. Und ich habe aber die TV-Fassung vom letzten Jahr.” – “Die Bücher sind aber älter oder?” – “Keine Ahnung, drei, vier Jahre?” – “Und die Moral von der Geschicht’?” – “Na?” – “Stieg Larsson verdient sich eine goldene Nase.”

Stieg Larsson starb am 9. November 2004.

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2011 – Die Bilder

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Von Menschen und Mäusen / 7 Tipps zur erfolgreichen Mäusejagd

Während wir den Indern Gleise, Demokratie und Mathematik gebracht haben, erhielten wir im Gegenzug lediglich Raj aus Big Bang Theory und die Mus Musculus, die gemeine Hausmaus (nicht zu verwechseln mit Kuskus, der nicht ganz so gemeinen Klausmaus). Unter anderem nämlich direkt in unser bescheidenes Heim, wo uns seit Wochen das nächtliche Nagen und vor allem die schnell weghuschenden Schatten in den Wahnsinn treiben. Das ist der zu zahlende Preis, wenn man in einer Nachbarschaft lebt, in der diverse leerstehende Häuser abgerissen werden. Das, und natürlich auch der Lärm, der Staub, der die Fenster verklebt, Risse in den Wänden…

Aber wer bin ich, dass ich mich beschwere? Ich bin Sebastian, hallo, und ich beschwere mich. Denn es ist wirklich ein Ärgernis mit diesen Mäusen. Da wir nun einige Wochen Strategien zur humanen Mäusebekämpfung erforscht und erprobt haben, sollen an dieser unsere Erfahrungen wiedergegeben werden, denn wer weiss? Vielleicht gibt es auch in anderen Wohnungen Mäuse!

1: Es begann mit einer einzelnen Maus in einem der Badezimmer. Das Loch war schnell ausgemacht, und in der Folge dann auch schnell zugemacht. Bauschaum soll hier helfen. Dennoch: Die Maus trieb weiter ihr Unwesen. “Die Natur findet ihren Weg”, Dr. Ian Malcom, Chaostheoretiker. Die Lehre daraus ist, dass man zwar Löcher abdichten kann wie man möchte, das Problem dadurch aber wahrscheinlich nicht gelöst wird.

2: Lebendfallen sind anderen Methoden vorzuziehen. Das ist erstens natürlich ethisch viel korrekter, und zweitens sind Todesfallen eine einzige Sauerei. In Schnappfallen zucken Mäuse oftmals noch vor sich hin und Gedärme hängen an den Wänden drumherum (jetzt mal überspitzmaust), und Giftfallen sorgen höchstens dafür, dass die Mäuse zum Sterben den Fluss hinauf irgendwo hin ziehen, wo man sie nicht findet und von wo sie dann vor sich hin stinken.

Jedoch 3: Lebendfallen nützen nichts, wenn die Mäuse sie nicht annehmen. Wichtig ist der richtige Köder. Allerorten wird Schokolade empfohlen, aber nicht eine Maus mochte unsere zahlreichen Pralinékreationen, Nutellastullen oder Milkaherzen. Jedenfalls nicht, solange es noch Alternativen gab.

4: Und damit ein entscheidender Punkt. Macht die Wohnung für Mäuse unattraktiv. Jedes noch so kleine Müslikorn, das heruntefällt, sollte sofort aufgehoben werden. Viel wichtiger ist aber noch, dass der Müll unerreichbar ist. Wir haben festgestellt, dass die Mäuse mühelos in unseren glatten und scheinbar ausreichend hohnen Mülleimer kamen und sich dort fühlten wie Ratatouille in Frankreich. Die gelben Säcke sind hier ein Problem, weil wir keinen wirklichen Stellplatz dafür hatten. Auf dem Dachboden waren sie logischerweise schon Minuten später angeknabbert, aber auch an jeder anderen Stelle gab es Löcher. Wir haben uns nun damit beholfen, die gelben Säcke auf dem Dachboden an den dort vorhandenen (aber ungenutzten) Wäscheleinen aufzuhängen. Kurios, aber es funktioniert. Zumindest, bis sie lernen, die Balken hoch und die Seile entlangzuklettern, was nicht so weit hergeholt ist.

5: “Der schlimmste Ort, wo Sprach’ geboren, sind und bleiben deutsche Foren!” sprach Goethe einst und hatte damit Recht. Wenn ihr auf der Suche nach der ultimativen Waffe gegen Mäuse bis hierher gefunden habt, habt ihr bereits eine Odyssee durch die tiefsten Niederungen von Haushalts- und Tierforen hinter euch gebracht, die hinter jedes “Schokolade” ein Zwinkersmilie setzen, als ob Schokolade an sich schon etwas Anrüchiges und irgendwie Verbotenes wäre. An dieser Stelle sei noch einmal unser erster und bislang auch letzter Craplog-Podcast von Frank empfohlen, der das Thema Mäuse in Foren abschließend behandelt. Eher fündig wird man schon in der angloamerikanischen Boardosphäre.

Wir stießen auf dieser Seite auf die obige, vielversprechende Konstruktion und bauten diese auch hier auf. Grundsätzlich scheint die Falle gut zu funktionieren. Wir hatten damit kein Glück, es fanden sich jedoch einige Mäuseküttel in der Nähe der Rolle, und einige Male ist diese in den Eimer gekippt – jedoch ohne Maus. Die Balance muss wohl genauer austariert werden, als unsere schwieligen Pranken es zulassen. Die Falle sollte aber durchaus in Betracht gezogen werden, falls einem sonst nicht viel einfällt.

6: Und damit sind wir endlich an der Stelle, an der wir Erfolg hatten. Nachdem es keinen Müll mehr zu futtern gab, wir genau wussten, aus welchen Löchern die Mäuse kamen und wir ebenfalls wussten, welche Köder nichts bringen, haben wir nochmal die Fallen aufgestellt. So wie auch früher schon haben wir Speck verwendet. Doch jetzt kommt der ultimative Tipp: Packt die Falle in eine Plastiktüte oder einen kleineren Karton. Dies hat zwei Effekte: Erstens wird die Falle damit zu einer kleinen Höhle. Mäuse lieben Höhlen! “Ein Ort, zu dem man gerne geht”, Gerhard Schröder über das Berliner Holocaustdenkmal *lookofdisapproval* Zweitens riecht die Falle intensiver nach dem Köder, da sich der Speckgeruch in der Falle bzw. der Tüte drumherum festsetzt. Es gibt dort nun also eine gemütliche dunkle Höhle, die nach Futter riecht.

Nachdem wir 6 Wochen überhaupt kein Glück bei der Jagd hatten, hatten wir, nachdem wir die Fallen in Tüten gesteckt haben, innerhalb kürzester Zeit bereits mehrere Mäuse gefangen. Eine süßer als die andere! Aber darum geht es ja überhaupt nicht. Es bleibt abzuwarten, wie viele da noch kommen, denn nach der Freude über die ersten gefangenen Mäuse kommt jetzt langsam die Ernüchterung ob der Menge. Aber vielleicht ist das auch nur der Winter, der die Gedanken verfinstert.

7: Wenn man die (zugegebenermaßen süßen) DRECKSKACKVIECHER schon lebend fängt, soll man sie gefälligst in diesem Zustand auch in die Freiheit entlassen. Es ist wichtig, möglichst weit zu gehen. Wir haben einen Spaziergang in den Park gemacht, 2 Kilometer sind vielleicht schon wieder überdimensioniert, aber weiss man’s? Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Mäuse vor dem Aussetzen auch markieren, ist ja bald Ostern. Rezepte für ungiftige Fingerfarben gibt es zum Beispiel auf hausfrauenseite.de, was es nicht alles gibt.

Sind die Mäuse dann unter großem Hallo in die Freiheit entlassen, darf gefeiert werden. In diesem Sinne: Waidmanns Heil!

(Schreibt man heil groß? Muss man ja auch aufpassen.)

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El Wulle o muerte

Speziell in Stuttgart wird allerlei Denkmal gebaut, weil die Stadt ansonsten überhaupt nichts zu bieten hätte. Alles Historische wurde irgendwann vom Feind weggebombt, jede sich ansetzende Patina wird Wochenende für Wochenende von alten Frauen weggekehrt. Da es ja aber doch recht viel Tourismus in der Stadt gibt, stellt man ihnen jede Menge Schiller- und Kaiserstatuen auf entsprechend benannte Plätze.

Manchmal stehen die Statuen aber auch an gänzlich anderen Plätzen. Diese hier befindet sich zum Beispiel etliche Kilometer entfernt vom Mönchfeld. Nämlich auf dem Schlachtfeld formerly known as Schlossgarten.

Mir fällt übrigens auf, dass ich zunehmend verbitterter klinge, wenn ich über Stuttgart schreibe. Das ist überhaupt nicht meine Absicht. Ich muss die Stadt einfach neu für mich entdecken, und allem Neuen begegne ich eben eher distanziert. Ich finde auch sehr viel schönes. Zum Beispiel Bier.

Man muss eben auch mal nach oben schauen, dann fällt einem sowas auf. Kopf hoch!

Ein weiterer Vorteil von Statuen ist, dass sie extra erbaut wurden, um fotografiert zu werden. Man KANN also schon rein technisch überhaupt nichts falsch machen, wenn man sie knippst. Leider ist Stuttgart, was das angeht, komplett totfotografiert und uninteressant für mich. Es gibt jedoch ein weiteres Motiv, bei dem man überhaupt nichts falsch machen kann: alte Menschen, die Schach spielen. Stuttgart ist voll davon. Weil ich ja aber nicht weiss, ob das den Ehefrauen überhaupt recht ist, und ich ferner nicht weiss, ob eine von ihnen hier liest, gibt es an dieser Stelle nur ein Symbolfoto eines alten Mannes, der Schach spielt:

Eine andere Geschichte muss an an dieser Stelle nun abgeschlossen werden, und es ist kein schönes Ende. Regelmäßig fanden hier die mittlerweile berühmten russischen Bauarbeiter vom Hinterhof Erwähnung; unter anderem berichtete ich von einem belanglosen Brand auf deren Hof, welcher seinerzeit immerhin für ein paar nächtliche Schmunzler sorgte.

Als ich neulich nach ihnen sehen wollte, war von den Containern, aus denen seinerzeit so viel Gejohle, Gefeiere und Gelache drang, nicht mehr übrig als dies:

Damit ist dieses Kapitel geschlossen, und es ist ein offenes Ende, denn ich will gar nicht wissen, was genau da geschehen ist.

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Blätter soll man feiern, wie sie fallen

Man kann nämlich nichts dagegen unternehmen. Man stemmt sich ein wenig dagegen, man geht schwimmen, etabliert einen WG-Wandertag, dann noch jeden Tag 45 Minuten zu Fuß in die FH, noch mal so lange zurück; barfuß, bergauf, in beide Richtungen natürlich! Im Moment kriege ich so viel Luft, dass einem ganz Bange werden kann. Aber es ist unvermeidlich, von oben drückt eine graue Wand ziemlich heftig, so heftig, dass es die Blätter von den Bäumen schüttelt. Aber die Erfahrung zeigt auch, dass das bis jetzt noch immer gut ging und in einigen Monaten die Wand wieder nach oben fährt. Bis dahin muss man sich vielleicht ein wenig ducken.

Was die nächsten Monate folgen wird, ist eine Geschichte des Scheiterns und des Wachsens. Ich habe mich mit einer Kamera bewaffnet und bin sehr gespannt, wo mich das alles hinführen wird. Die ersten Wochen wird es darum gehen, einfach loszuknippsen und sich zu freuen, dass nicht alles gar so verschwommen ist wie mit der Handycam. Es gibt lediglich einige Grundregeln zu beachten, zum Beispiel: “Keine Blumen!” Ist im Winter ja recht einfach. Und wenn man sich dann ein wenig in die Materie reingefuchst hat und man sich nicht gänzlich im Theoretikum verliert, kommt da vielleicht ja auch Einiges bei rum. Ihr dürft mir dann hier beim Scheitern und Wachsen zusehen.

Heute zum Beispiel sind wir einfach mal ans Meer gefahren:

Dieses Bild lässt sich überhaupt nicht unterinterpretieren (unterpretieren?), es ist einfach nur ein Foto einer Landschaft, wie sie uns Bob Ross selig so oft herbeigezaubert hat. Die verschiedenen Ebenen erinnern mich an das Parallax-Scrolling vom SNES, ich kam halt nicht viel raus als Kind. Das Motiv habe ich noch ungefähr 20 Mal geknippst, und dann noch mal die andere Seite:

Stuttgart ist eigentlich ganz schön, wenn man es aus einigen Kilometern Entfernung und durch den Nebel betrachtet. Ich werde es mir die Tage aber noch einmal genauer ansehen. Morgen ist ja eigentlich WG-Wandertag.

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Bibliothek 21

Vor einigen Wochen Vor drei Monaten (!) habe ich mich ein wenig skeptisch zur neuen Stuttgarter Bibliothek geäußert. Mir wollte nicht so recht in den Sinn, wie die schwer durchschaubare Innenarchitektur den Ansprüchen einer Bibliothek, die ja zuvorderst dem Bürger in all seiner Vielfalt als Informationsdienstleister, nun, dienen soll, gerecht werden kann.

Heute hatte ich nun die Gelegenheit, mir das Gebäude einmal genauer anzusehen.

Der Würfel ist gebaut.

An der Fassade hat man sich relativ schnell satt gesehen. Dies mag sicher damit zusammenhängen, dass ich direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite studiere, andererseits ist die Form eben auch sehr reduziert. Es gibt für alles einen Grund, und hier ist es laut OB Schuster eben der, dass die strenge Form des Gebäudes „im bewussten Kontrast zur lauten, bunten und flüchtigen Eventkultur unseres Alltags“ stehen soll. Auch wenn ich mich persönlich ebenfalls nicht so recht mit dem Quader anfreunden mag, es gäbe sicher Begründungen, die ich hätte gelten lassen können. Dass die Bibliothek sich aber ganz bewusst gegen Leben und Spaßgesellschaft stellen und die strenge Form tatsächlich und wortwörtlich auch als “streng” empfunden werden soll, mag ich nicht glauben. Das dürfte eher Schusters ganz persönliche Interpretation des Würfels sein (das ist toll: für das Gebäude gibt es praktisch unendlich viele Synonyme).

Alte Frau liest.

Es ist ein Tag vor der eigentlichen Eröffnung, und schon haben sich die Leser der alten Bibliothek ihre Stammplätze gesichert. Manche Stühle hat man an diesem Tag zum letzten Mal unbesetzt gesehen. Hoffentlich gefallen den neuen Besitzern ihre Plätze. Manchem mag aufstoßen, dass es im Zeitungsbereich kaum Einzelplätze gibt, so dass man sich im Zweifel zu viert an einen Tisch setzen muss. Dafür gibt es in den Wänden eingelassene Bildschirme, auf denen in der ersten Zeit Lesungen gezeigt werden, später dann Burger King TV.

Die Hinweisschilder sind elektronisch und von der Gesamtsituation noch ein wenig überfordert:

“Punkt 151 auf unserer Fehlerliste” – Samuel L. Jackson, Jurassic Park

Aus der Mitte entspringt ein Fluss.

Der abgeschlossene Hohlraum, der die ersten drei Stockwerke der Bibliothek für sich in Anspruch nimmt, wird das “Herz” genannt. Der Grund ist, dass das metaphorische Herz ein unverständliches Objekt ist, an dem sich Schriftsteller seit Jahrhunderten die Zähne ausbeissen. Und so ist es auch mit diesem Raum. Versteht keiner, macht sich aber gut. Ursprünglich sollte ein mit Wasser gefüllter Burggraben das gesamte Gebäude umfassen. Aus Kostengründen hat man sich für eine gleichwertige Alternative, nämlich den oben abgebildeten Brunnen, entschieden. Dieser befindet sich genau in der Mitte des Herzens und wird von allen übersehen. Auf diese Weise soll ein stetiges “Platsch”-Geräusch durch hineinstolpernde Nutzer erzeugt werden, das an die Vergänglichkeit allen Seins erinnert.

So voll wird's nie wieder.

Schreitet man zum ersten Mal in den oberen Bereich der Bibliothek, klappt einem in der Tat erst einmal die Kinnlade herunter. Die Offenheit der Halle ist ein erstaunlicher Effekt und steht im heftigen Kontrast zu den beengten Gängen der unteren Etagen, in denen die Bücher dem Herz weichen müssen. Dennoch: Die Bücher wirken auch hier wie Fremdkörper. So beeindruckend der Raum ist, so wenig fühlt man sich doch in einer Bibliothek. Fast schon verschämt drücken sich die Buchregale an die kahlen Wände, um der umgedrehten Pyramide genug Raum zu geben, sich selbst zu präsentieren.

Nicht im Bild: Leben.

Man kann der Bibliothek 21 (to the future!) nicht vorwerfen, mit Kitsch um sich zu schlagen. Alles ist äußert (oder innerst?) reduziert und erinnert an einen Science Fiction-Film neueren Kalibers. Minority Report, iRobot. Mnml. Designed by Apple. Das ist einfach mal wertfrei festgestellt. Es muss sich zeigen, ob das Design Bestand hat und das Weiss auch wirklich Weiss bleibt. Selbst die Kinderabteilung ist größtenteils steril und bietet lediglich wenige thematisch abgeschirmte Bereiche, die ein wenig bunter sind.

Die Bibliothek ist weit weniger schlimm, als befürchtet. Sie ist ein beeindruckendes Gebäude mit vielen Ideen, die man so vorher noch nicht gesehen hat. Aus bibliothekarischer Sicht finde ich den Aufbau allerdings äußerst konfus und das Leitsystem zu schwach. Das Suchen konkreter Literatur wird für Neunutzer sicher nicht einfach, und die vielen, vielen, vielen Ecken laden nicht dazu ein, ein wenig zu stöbern.

Noch mehr Bilder gibt es unten. Leider hat die Bibliothek eine Woche vor Eintreffen meiner Kamera eröffnet, so dass das alles Handy-Schnappschüsse sind:

Bibliothek 21

Kommilitone und heutige Begleitung Patrick geht in seinem Artikel noch etwas näher auf den Aufbau und die Systematik ein.

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What is wrong with you people?

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